Berlin : Problem-Bad bleibt im Angebot

Den Bewerbern fürs SEZ fehlt es an Bonität, finden die Bäderbetriebe

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Die Ausschreibung für das Sport- und Erholungszentrum (SEZ) ist geplatzt. Mögliche Investitionen für das Bad an der Landsberger Allee sind damit wieder in weite Ferne gerückt. „Wir haben das Verfahren aufgehoben, weil keiner der drei Bewerber den nötigen finanziellen Rückhalt nachweisen konnte“, sagt BBB-Vorstand Klaus Lipinsky. Mindestens 25 Millionen Euro müssten in den Neubau investiert werden, schätzt er. Zwar hätten sich drei oder vier weitere Investoren für das Bad interessiert. Sie konnten in der laufenden Ausschreibung jedoch nicht berücksichtigt werden.

„Wir werden weiter verhandeln“, sagt Lipinsky. Groß ist die Hoffnung, das Gebäude samt Grundstück bald einem Investor übergeben zu können, jedoch nicht. Ein potentieller Betreiber sei momentan nicht zu sehen.

Vom 1. Januar 2003 erhält das SEZ keine Zuschüsse vom Senat mehr. 4,6 Millionen Euro fehlen dann im Haushalt des Bades: Es muss schließen. Das ist für die rund 130 Mitarbeiter und knapp eine Million Besucher des Bades umso ärgerlicher, als 1999 mehrere Investoren das Bad sanieren wollten. Das Rennen machten damals die Bäderbetriebe. Doch die Mittel zur Sanierung des SEZ wurden ihnen nie bewilligt. Und inzwischen ist ihnen ebenfalls das Geld ausgegangen. Nur die Bowlingbahn wurde im vergangenen Jahr für rund zehn Millionen Euro saniert. akl

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