Berlin : Projekt Babywiege: Leben gerettet

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"Das Projekt Babywiege hat sich bewährt. Wir konnten bereits Leben retten", sagt Pastorin Gabriele Stangl, Pastorin im Krankenhaus Waldfriede. Genauer möchte sich die Seelsorgerin, auf deren Initiative vor gut einem halben Jahr die erste Berliner "Babyklappe" zur anonymen Abgabe von Neugeborenen eingerichtet wurde, nicht äußern. "Wir müssen Vertrauen schaffen", sagt Stangl, "und das können wir nicht, wenn die Fälle durch Veröffentlichungen vermarktet werden." Deswegen wird nicht bekanntgegeben, ob schon ein Kind in den neongrünen Kasten mit dem Wärmebettchen gelegt wurde. Den Grundsatz der Anonymität beherzigt das Krankenhaus konsequent. Eine Mutter könnte auch ein Kind in die Obhut einer Krankenschwester oder eines Arztes geben. Boulevard Berlin:
Was die Stadt bewegt... Bislang musste jedenfalls noch nicht das Jugendamt Steglitz-Zehlendorf eingeschaltet werden, sagt die Verwaltungsleiterin Ilka Biermann. Denn das Krankenhaus schalte die Behörde erst nach Ablauf einer mehrwöchigen Frist ein, damit dann ein Adoptionsverfahren in Gang gesetzt werden kann. "In dieser Zeit könnte die Mutter es sich noch einmal anders überlegt haben", sagt Biermann.

Über den Lions Club Berlin - Sophie Charlotte werden derzeit in verschiedenen Ämtern und sozialen Einrichtungen Flugblätter in einer Auflage von 50 000 Stück verteilt, die in fünf Sprachen über die Babywiege informieren.

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