Projekt Pankower Tor : Grüne fürchten graues Monster

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Für die einen wäre Kurt Kriegers Großprojekt „Pankower Tor“ eine Bereicherung, auf andere wirkt der Entwurf eines Stadtviertels mit Shoppingcenter und Möbelhäusern wie ein Fremdkörper. Mit einem „Ufo“ und „grauen Monstern“ verglich die Spitzenkandidatin der Pankower Grünen, Daniela Billig, die geplanten Bauten jetzt bei einer Diskussion mit dem CDU-Bürgermeisterkandidaten Torsten Kühne. Dieser sprach dagegen von einer Chance, den brachliegenden Rangierbahnhof „zukunftsträchtig und nachhaltig“ zu entwickeln.

Bis zu 350 Millionen Euro will „Möbel Höffner“-Chef Krieger auf 40 Hektar investieren. Es geht um ein Höffner-Haus, einen Möbeldiscounter und ein 30 000 Quadratmeter großes Center. Geplant sind auch ein Stadtplatz, Wohnhäuser, ein Park und eine Schule. Gegen die Stimmen der Grünen beschloss die BVV im Mai, die Entwicklung „voranzutreiben“.

Dabei seien „die Wünsche des Investors übernommen worden“, kritisierte Billig. Sie vermisse auch die laut BVV-Beschluss angestrebte Bürgerbeteiligung. Hauptstreitpunkt ist das Einkaufszentrum, das die Senatsverwaltung als zu groß für die Gegend einstuft. Auch die Grünen fürchten negative Folgen für Läden an der Breiten und Berliner Straße. Dieser Bereich gilt als „Hauptzentrum“ des Einzelhandels, ist für CDU-Kandidat Kühne aber nur „ein besseres Nahversorgungszentrum“. Angesichts der wachsenden Bevölkerungszahl sieht er im Handel „Nachholbedarf“.

Noch liegt kein Bauantrag vor, das Areal ist planungsrechtlich noch ein Bahngelände. Auch Anwohnerproteste gibt es bisher kaum – anders als in der City West, wo Bürger gegen Kriegers Pläne für Möbelhäuser auf dem Güterbahnhof Grunewald kämpfen. Krieger will „Möbel Höffner“ in Wedding zugunsten zentralerer Standorte schließen. CD

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