Promi-Ansagen in U-Bahn-Zügen der U2 : Vom Alex bis Zander

Otto Waalkes jodelt vom Sophie-Charlotte-Platz, Anna-Maria Mühe säuselt den Spittelmarkt herbei: Auf der U2 kündigen Prominente die Stationen an. Sehen und hören Sie die Promis schon einmal in unserer Audio-Slideshow. Auch die Berliner können sich als Ansager bewerben.

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Er versteht Bahnhof. Frank Zander ist jetzt Pate für die Station Klosterstraße auf der U-Bahn-Linie 2. Seine Stimme erklingt in den Wagen beim Halt auf diesem Bahnhof.
Er versteht Bahnhof. Frank Zander ist jetzt Pate für die Station Klosterstraße auf der U-Bahn-Linie 2. Seine Stimme erklingt in...Foto: Paul Zinken/dpa

Berlin - U-Bahn-Fahrgäste sind einiges gewohnt. Und so lassen sie sich selten aus der Ruhe bringen. Auch wenn Frank Zander als nächste Station per Lautsprecher die Station Klosterstraße ankündigt. Oder Anastacia „Stadtmitte“ haucht. Dieter Hallervorden ist für die „Mohrenstraße“ zuständig, und das Ansagen der Station „Hausvogteiplatz“ hat BVG-Chefin Sigrid Evelyn Nikutta gleich selbst übernommen. Die meisten Fahrgäste nehmen’s hin, reagieren kaum. Aber hin und wieder ist doch ein Lächeln zu sehen.

Auf der Linie U2 (Pankow–Ruhleben) haben Prominente und RBB-Moderatoren am Dienstag das Ansagen der 29 Stationsnamen in den Zügen übernommen. Die Ansager stellen sich kurz vor – und dann kommt der Bahnhofsname. Mal sachlich wie bei Franziska van Almsick („Eberswalder Straße“), mal – wie zu erwarten – etwas überdreht wie bei Otto Waalkes (Sophie-Charlotte-Platz). Nicht immer ist alles klar zu verstehen; wer öfter fährt, wird aber bald wissen, wessen Stimme man wo hört. Bis zum 28. Februar läuft die Aktion, „Mach mal ’ne Ansage“, initiiert vom RBB-Radio Berlin 88,8. Vorbild ist Hamburg, wo RBB-Intendantin Dagmar Reim erstmals solche Durchsagen gehört hatte.

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"Mach mal ne Ansage!" auf der Linie U2
"Mach mal ne Ansage!" auf der Linie U2

Dabei soll es aber nicht bleiben. Alle Berliner können mitmachen. Wer eine besondere Geschichte, spannend oder auch bewegend, zu einem der Bahnhöfe auf der U2 erzählen kann und dem RBB mitteilt (Infos unter www.radioberlin.de), hat ebenfalls die Chance, eine Ansage zum Lieblingsbahnhof zu sprechen. Eine gute Stimme sollte vorhanden sein. Die besten Ansagen sind dann vom 1. März an zu hören. Die Kosten seien minimal, sagte BVG-Sprecherin Petra Reetz. Die Prominenten sind gratis dabei. Die Aktion beschränkt sich auf die U2.

Unter allen Teilnehmern verlost „Radio Berlin 88,8“ eine Mitfahrt in der Linie U2, wenn am 26. März Udo Lindenberg in einem „Sonderzug nach Pankow“ zusammen mit zwei Bandkollegen spielt. Karten dafür gibt es nicht zu kaufen.

Ganz so einfach scheint es mit den Ansagen aber nicht zu sein. Am Premierentag kündigte die – übliche – Stimme in einem Zug beim Verlassen des Bahnhofs Potsdamer Platz als nächste Station Wittenbergplatz an, obwohl die Mohrenstraße folgte. Nach weiteren falschen Angaben schaltete der U-Bahnfahrer die Durchsagen komplett ab. Auch das nahmen viele Fahrgäste halt so hin.

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