Prominente : Feinripp-Robbie gewinnt

Der Popstar Robbie Williams darf nicht mehr in Feinripp gezeigt werden. Weil er im Stadtteil Prenzlauer Berg heimlich halb nackt fotografiert wurde, zog der Brite vor das Berliner Landgericht.

Berlin - Eine Berliner Boulevardzeitung hatte den Musiker im Jahn-Sportpark heimlich beim Umziehen fotografiert. Vor seinem Konzert in der Hauptstadt Ende Juli hatte Williams gegen eine Berliner Radio-Mannschaft gekickt. Das Foto war unter der Überschrift "So strippte und kickte der Popstar" erschienen, schreibt die "Berliner Zeitung". Robbie Williams habe "nicht vorteilhaft" ausgesehen. Mit einer einstweiligen Verfügung wurde das Foto damals verboten.

Bei der Verhandlung vor der Pressekammer am Landgericht sei Williams zwar nicht dabei gewesen, aber die Anwälte lieferten sich dem Blatt zufolge einen Schlagabtausch über ihre Auffassung von Schamgefühl. Mitten auf dem Spielfeld habe sich der Star ganz ungeniert umgezogen, soll der Anwalt, der die Boulevard-Zeitung vertrat, argumentiert haben. Der Vertreter des Stars habe entgegnet, es seien extra riesige Vorkehrungen getroffen worden, damit sich sein Mandant unbeobachtet fühlen könne. Es mute schräg an, dafür ein ganzes Stadion mieten zu müssen - das sei aber bei einem Star nicht anders zu regeln.

Die Pressekammer habe dann entschieden: Robbie Williams darf nicht mehr in Feinripp gezeigt werden. Weil auch ein Star ein Recht auf Privatleben habe. Ganz egal, was er auf der Bühne tue. (tso)

0 Kommentare

Neuester Kommentar