Prominenter Pate : Sollte der BER weiterhin den Namen Willy Brandts tragen?

Die Ausstellung über den Namensgeber des künftigen Flughafens BER ist schon fertig. Aber sollte der Name Willy Brandts eigentlich noch mit dem Pannen-Flughafen verknüpft werden?

Der geht in die Luft. Dieser Easyjet-Airbus „Willy Brandt“ sollte am 3. Juni 2012 als erste Maschine auf dem BER landen – sollte!
Der geht in die Luft. Dieser Easyjet-Airbus „Willy Brandt“ sollte am 3. Juni 2012 als erste Maschine auf dem BER landen – sollte!Foto: dpa

Es gibt etwas, das im „Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt“ schon fertiggestellt ist: Die Ausstellung über den Namensgeber, den früheren Regierenden Bürgermeister, vierten Bundeskanzler und SPD-Vorsitzenden, Friedensnobelpreisträger wegen seiner Verdienste um die Ostpolitik: Der Flughafen ist laut der „Bundeskanzler Willy Brandt Stiftung“ der erste Airport in Deutschland, in dem der Namensgeber derart groß gewürdigt wird. So könnten nach der Eröffnung täglich Millionen von Passagieren sein feuerfestes Porträt auf Metall betrachten, Infos auf Deutsch und Englisch lesen. Auf der von der Agentur Scholz and Friends geschaffenen, nun länger staubfest abgehängten Gedenkwand könne man zudem mit Smartphones weiterführende Informationen zu Willy Brandt abrufen. Die Stiftung, bei der Brandt-Witwe Brigitte Seebacher im Kuratorium sitzt, will den Namen trotz all der aktuellen Pannen und der erneuten Eröffnungsverschiebung nicht zurückziehen: Dieser werde langfristig an einen Menschen erinnern, auch in Zukunft, wenn die Eröffnungsvorgeschichte schon lange vergessen sei.

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