Protest : Demonstration gegen Rechts blieb friedlich

Unter dem Motto "Gegen Tromsø und Horrido" zogen am Sonnabend rund 400 Demonstranten aus der linken Szene vom S- und U-Bahnhof Frankfurter Tor bis zum S-Bahnhof Friedrichsfelde Ost in Lichtenberg. Damit wollten die Teilnehmer gegen Neonazis und die Ausbreitung von rechten Szene-Läden protestieren.

Tanja Buntrock

Die Demo blieb bis Redaktionsschluss friedlich. Der Marsch, der unter anderem über die Petersburger Straße, Rigaer Straße und Frankfurter Allee lief, führte auch an der Diskothek Jeton vorbei. Dort hatte es im Juli heftige Ausschreitungen der linken Szene gegeben: eine Art Racheakt, nachdem vier Neonazis zuvor einen 22-jährigen Neuköllner am S-Bahnhof Frankfurter Allee brutal verprügelt hatten. Die Täter sollen zuvor im „Jeton“ gefeiert haben. Die Bekleidungsgeschäfte „Tromsø“ in der Petersburger Straße und „Horrido“ in der Straße Alt-Friedrichsfelde sind ebenfalls als Neonazi-Läden bekannt, deshalb hatte es immer wieder Proteste und Anschläge aus der linken Szene gegen die Geschäfte gegeben.

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