Berlin : Protest gegen Holzhäuser am Mahnmal Lea Rosh: „Dieses Monstrum geht zu weit“

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Lea Rosh fordert einen Rückbau der Holzhäuser am Holocaust-Mahnmal. Die Vorsitzende des Förderkreises findet die über 100 Meter lange, überwiegend zweigeschossige Holzkonstruktion „unwürdig und unangemessen“. Der Bauherr habe dem Förderkreis einen „deutlich dezenteren Entwurf“ vorgelegt, der nur eine Etage habe und nicht über die Hannah-Arendt-Straße hinausging. „Wir fühlen uns getäuscht und hinters Licht geführt“, sagt Rosh dem Tagesspiegel. Dieser jetzt im Bau befindlichen Ladenzeile hätte der Förderkreis nie die Zustimmung gegeben.

Wie berichtet, wird am Mahnmal derzeit ein Pavillonensemble errichtet mit Ladengeschäften für Informationsbroschüren, Bücher und Geschenkartikel sowie Cafés und Restaurants. Im Obergeschoss sollen Gewerberäume mit Dachterrasse und Aussicht auf das Stelenfeld des Mahnmals entstehen.

Baurechtlich hat der Förderkreis allerdings keinen Anspruch, einen Rückbau einzufordern. Lea Rosh appelliert daher an das zuständige Bezirksamt Mitte, die Baugenehmigung zurückzuziehen. „Wir haben nichts dagegen, wenn eine Ladenzeile mit einem Coffee-Shop oder einem kleinen Imbiss errichtet wird“, sagt Rosh weiter, „dieses Monstrum geht aber einfach zu weit.“ oew

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