Berlin : Protest-Postkarten sollen Baupläne der Abgeordneten beeinflussen

CD

Der Förderverein der Domäne Dahlem hat eine Postkartenaktion gegen die Baupläne auf dem Nordfeld des Landguts und Museums gestartet. Man bittet alle Berliner, die das Anliegen unterstützen wollen, die Karten an ihre Wahlkreisabgeordneten zu senden und diese zu einer Antwort aufzufordern. "Die Domäne Dahlem muss weiterleben", steht unter einem Bild der derzeitigen Ackers. "Jetzt vor den Wahlen möchte ich wissen, wie Sie zu den Bebauungsplänen stehen", heißt es im weiteren Text. Die Karten sowie Listen der Wahlkreisabgeordneten liegen täglich von 10 bis 18 Uhr auf dem Domänengelände an der Königin-Luise-Straße 49 zum Abholen bereit.

Während die Domäne das ehemalige Antennenfeld des amerikanischen Militärs an der Pacelliallee als ökologischen Hof mit Sieben-Felder-Wirtschaft nutzen möchte, haben sich Finanzsenatorin Annette Fugmann-Heesing und Stadtentwicklungssenator Peter Strieder (SPD) schon vor eineinhalb Jahren auf den Bau von 25 Stadtvillen geeinigt. Dazu soll der Flächennutzungsplan für etwa vier Hektar Fläche geändert werden. Der Förderverein beklagt, der Senat habe bereits 68 000 Protestunterschriften und etwa 800 offizielle Bürgereinwände ignoriert. Jährlich kämen ungefähr 220 000 Besucher auf das Gelände. Man setzt nun darauf, dass die einzelnen Abgeordneten den Bürgern gerade im Wahlkampf "sehr viel stehen".

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