Protestaktion : 7000 Schüler demonstrieren für bessere Bildung

"Geld für Bildung statt für Banken". Am Donnerstag zogen fast 7000 Schüler in einer Demonstration für bessere Bildungsbedingungen vom Roten Rathaus bis zur Oranienstraße.

Carmen Schucker

Berlin/Potsdam - Mehr Geld für Bildung, mehr Mitbestimmungsrecht und die Abschaffung des mehrgliedrigen Schulsystem sind die Forderungen vieler Schüler, Studenten und Auszubildenen, die am Donnerstag in Berlin auf die Straße gingen. Vom Roten Rathaus bis zur Oranienstraße zogen nach Angaben der Organisatoren fast 7000 Teilnehmer; die Polizei zählte 2100. „Bildung sollte kein Privileg sein, sondern eine Grundvoraussetzung“, findet Susanne Frick. Die Zwölftklässlerin ist eine der Demonstranten, die unter dem Motto „Bildungsblockaden einreißen“ für eine bessere Bildungspolitik auf die Straße gingen. „Am wichtigsten ist uns, dass es in Zukunft mehr Geld für Bildung statt für Banken, Staaten und Kriege gibt“, erklärt Frick von der Schüler-Initiative „Bildungsblockaden einreißen“. „Wir sehen, dass überall Unmengen von Geld fließen, und sitzen in überfüllten Klassen und maroden Schulen“, so die 18-Jährige. „Geld für Bildung statt für Banken“, wünscht sich auch Paula Rauch. Die 19-Jährige hofft, dass „endlich der Druck auf die Politik größer wird und sich was ändert“. Auch in Potsdame demonstrierten rund 250 Schüler und Lehrer mehrerer freier Schulen. Bundesweit beteiligten sich tausende Menschen in über 30 Städten. csh

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