Update

Protestaktion : Occupy-Bewegung besetzt Vorplatz am Hauptbahnof

Erst diskutierten sie, wie es weitergehen soll. Dann haben die Occupy-Aktivisten einen Spaziergang gemacht: vom Bundespressestrand zum Hauptbahnhof. Dort haben sie jetzt ihre Zelte aufgeschlagen.

von
Occupy-Aktivisten besetzen den Berliner Hauptbahnhof - jedenfalls ein kleines bisschen. Am Nachmittag schlugen 20 Anhänger auf dem Washingtoner Platz ihre Zelte auf. Vor dem Weihnachtsbaum machten die Protestler singend auf sich aufmerksam. Foto: Antonie RietzschelAlle Bilder anzeigen
Foto: Antonie Rietzschel
23.11.2011 14:49Occupy-Aktivisten besetzen den Berliner Hauptbahnhof - jedenfalls ein kleines bisschen. Am Nachmittag schlugen 20 Anhänger auf dem...

Nach einer dreiviertel Stunde gab die Polizei auf. Als 20 Personen der Occupy-Bewegung reichlich verspätet mit Zelten und Transparenten das Bundespressecamp verließen, waren die zwei Mannschaftswagen verschwunden.
Am Vorabend hatten die Aktivisten über ihren Mailverteiler eine Pressemitteilung verschickt, in der sie ankündigten um punkt halb zwölf einen nicht genaueren Ort in Berlin-Mitte zu besetzen, um dort ein zweites Camp zu besetzen. Tatsächlich standen die Besetzer zur angegeben Uhrzeit aber noch diskutierend ums Lagerfeuer, einige malten Plakate.
Anschließend schlenderten sie Richtung Hauptbahnhof und ließen sich direkt davor auf dem Washingtonplatz nieder. Dort bauten sie Zelte auf und platzierten für jeden sichtbar ein Schild mit der Aufschrift "Besetzt". "Es geht uns vor allem darum Aufmerksamkeit zu erzeugen", sagt Johannes Ponader, der die Aktion mit geplant hat. Das neu errichtete Camp solle nicht um jeden Preis gehalten werden. 

Die Besetzer übergaben der Deutschen Bahn einen Brief in dem sie um Duldung bitten. Allerdings ist die gar nicht Eigentümer des besetzen Platzes, sondern die Stadt Berlin. Die Polizei ist unmittelbar am Ort des Geschehens nicht zu sehen. Dafür ein paar Passanten, die aus dem Bahnhof kommen oder dorthin wollen. Die Reaktionen sind aber weitgehend positiv. Sie reichen von "endlich geht mal jemand auf die Straße" bis "Gut, dass jemand aktiv wird".

Vier Aktivisten hatten sich kurzzeitig im Gebäude des Hauptbahnhofs vor dem Weihnachtsbaum niedergelassen und sangen Lieder. Nach Aufforderung der vom Sicherheitsschutz hinzugezogenen Polizei entfernten sie sich allerdings wieder.

Autor

19 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben