Berlin : Protestanten wählen neue Kirchenleitung

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Von heute bis Sonnabend kommt das Parlament der evangelischen Landeskirche zusammen, um eine neue Kirchenleitung für die kommenden drei Jahre zu wählen. Auch die Synode selbst, das oberste Kirchenparlament, formiert sich neu. Künftig werden 131 Synodale über die Geschicke der evangelische Kirche bestimmen und nicht mehr 193 wie bisher. Die hohe Mitgliederzahl war nur ein vorübergehender Zustand, der der Fusion der beiden Landeskirchen Berlin-Brandenburg und schlesische Oberlausitz geschuldet war. Nun hat man sich proportional auf weniger Mitglieder geeinigt. Die Kirchenleitung wird künftig 17 Personen umfassen. Bischof Wolfgang Huber, Pröpstin Friederike von Kirchbach, Verwaltungschef Ulrich Seelemann und die vier Generalsuperintendenten gehören ihr qua Amt an. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit hat angekündigt, auf der Synode ein Grußwort zu sprechen. Als im November die Synode der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD, das höchste Gremium der Protestanten in Deutschland in Berlin tagte, sprach weder Wowereit noch ein anderer Berliner Spitzenpolitiker ein Grußwort, was viele Synodale als Affront empfanden. EKD-Tagungen in anderen Bundesländern hatten in den vergangenen Jahren immer die jeweiligen Ministerpräsidenten eröffnet. clk

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