Prozess ab April : Berliner Imam wegen IS-Unterstützung vor Gericht

Ein Imam aus Berlin muss sich wegen mutmaßlicher Werbung für die terroristische Vereinigung "Islamischer Staat" vor Gericht verantworten. Der Prozess beginnt am 7. April.

Personifikation der Gerechtigkeit: Justitia
Personifikation der Gerechtigkeit: JustitiaFoto: picture alliance / dpa

Wegen Werbung für die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) und Billigung von Straftaten des IS muss sich ein Berliner Imam ab April vor Gericht verantworten. Der Prozess gegen den 30-jährigen Gadzhimurad K. beginnt am 7. April, wie das Berliner Kammergericht am Dienstag mitteilte. Bislang sind zehn Verhandlungstermine im April und Mai vorgesehen. Der Imam war im vergangenen Oktober verhaftet worden.

Er hatte den Angaben zufolge in einer Moschee im Stadtteil Moabit gepredigt.
Der Angeklagte, ein russischer Staatsangehöriger dagestanischer Herkunft, soll im November 2014 im Internet ein unter anderem von ihm selbst erstelltes Video mit dem Titel „Härte im Jihad“ hochgeladen haben. Darin habe er in einer Predigt für die Beteiligung am IS-Terror aufgerufen, hieß es.

Im Mai 2015 soll er zudem in einem Interview die Tötung eines gefangenen jordanischen Piloten und eines in Syrien entführten US-amerikanischen Journalisten durch den IS religiös gerechtfertigt und damit gebilligt haben. Gadzhimurad K. soll eine enge Kontaktperson der Mitglieder eines Berliner Moscheevereins, Ismet D. und Emin F., sein, gegen die bereits seit dem 8. Januar 2016 vor dem Berliner Kammergericht wegen des Verdachts der Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung verhandelt werde, hieß es weiter. epd

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