Prozess am Berliner Landgericht : 102 Fahrzeuge gestohlen: Zwei Autodiebe verurteilt

Seit 2013 knackten die beiden Männer Autos, vorzugsweise Volkswagen. Jetzt wurde sie zu Haftstrafen verurteilt.

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Der Polizist bestreitet die Vorwürfe
Der Polizist bestreitet die VorwürfeFoto: dpa

Als „Autoknacker vor Ort“ agierte Tomasz G. und stahl insgesamt 102 Autos. Wegen bandenmäßigen Diebstahls muss er nun für fünf Jahre hinter Gitter. Ein Mitangeklagter, der Schmiere stand, erhielt wegen Beihilfe drei Jahre und neun Monate Haft. Professionell und mit hoher krimineller Energie seien die Taten verübt worden, stand für das Landgericht fest. Ein Schaden von rund 2,8 Millionen Euro sei entstanden.

Sie hatten sich auf Modelle von Volkswagen spezialisiert und arbeiteten mit spezieller Software. Ab April 2013 knackte Tomasz G. zumeist in Prenzlauer Berg und Friedrichshain hochwertige Fahrzeuge – stets auf Anweisung eines Hintermannes, gestand der 31-Jährige. Dieser Drahtzieher habe ihn auch mit moderner Technik ausgerüstet, um Daten von Autos auslesen und dann die Wegfahrsperre überwinden zu können. Den Namen dieses Drahtziehers wollte er aus Angst nicht nennen.

Die aus Polen stammenden Angeklagten waren im Februar festgenommen worden. Sie waren zwei Monate zuvor ins Visier der Ermittler geraten. Beamte hatten sie in der Nähe gestohlener Wagen beobachtet, die vermutlich zum Abtransport nach Osteuropa zwischengeparkt waren. Computer, die man bei Tomasz G. fand, lieferten Beweise: Über gespeicherte Daten wurden frühere Fälle der Serie zugeordnet.

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