Prozess : Fast sieben Jahre Haft für Stiefvater der Boxerin El-Halabi gefordert

Er wollte ihre Karriere zerstören, nun steht er vor Gericht. Im Prozess gegen den Stiefvater der Boxerin Rola El-Halabi hat heute die Staatsanwaltschaft ein Plädoyer gehalten.

Ihr Stiefvater steht vor Gericht: Boxerin Rola El-Halabi.
Ihr Stiefvater steht vor Gericht: Boxerin Rola El-Halabi.Foto: dapd

Nach den Schüssen auf die Ulmer Boxerin Rola El-Halabi hat die Staatsanwaltschaft für den angeklagten Stiefvater am Freitag eine Strafe von sechs Jahren und zehn Monaten Haft beantragt. Am 1. April dieses Jahres soll der 44-Jährige seine Stieftochter vor einem Wettkampf im Berliner Stadtteil Karlshorst in der Umkleidekabine aufgesucht und viermal auf sie geschossen haben. Der Angeklagte sei mit einer Waffe und „der latenten Bereitschaft, seine Stieftochter zum Krüppel zu schießen“, nach Berlin gekommen, sagte der Ankläger in seinem Plädoyer vor dem Landgericht Berlin.

Die heute 26-jährige zweifache Box-Weltmeisterin war an Hand, Knie und Fuß getroffen und schwer verletzt worden. Als sie an einem früheren Prozesstag nach ihrem Beruf gefragt wurde, sagte sie: „Berufssportlerin.“ Doch ob sie ihren Beruf jemals wieder ausüben kann, können ihre Ärzte noch nicht sagen. Ihr Stiefvater ist wegen versuchter schwerer Körperverletzung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung angeklagt und muss mit einer Freiheitsstrafe zwischen drei und fünfzehn Jahren rechnen.

(dapd)

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