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Prozess gegen "Hinterm Horizont" : Klage gegen Udo-Lindenberg Musical ohne Erfolg

Ein Berliner Autor beschuldigt die Macher des Udo Lindenberg-Musicals, eines seiner Stücke abgeschrieben zu haben. Das Kammergericht Berlin hat nun die Klage abgewiesen.

Johannes Böhme
Udo Lindenberg bei der Vorstellung einer Unterrichtsbroschüre für Lehrer in Berlin und Brandenburg über das Musical "Hinterm Horizont" im Jahr 2011. Foto: Jens Kalaene/ picture alliance
Udo Lindenberg bei der Vorstellung einer Unterrichtsbroschüre für Lehrer in Berlin und Brandenburg über das Musical "Hinterm...Foto: Jens Kalaene/ picture alliance

Das Udo Lindenberg-Musical "Hinterm Horizont" ist keine Kopie - zumindest keine, die gegen das Urheberrecht verstößt. Am Montag ging es im Kammergericht Berlin darum, ob das Udo-Lindenberg Musical "Hinterm Horizont" Teile aus dem Bühnenstück des Berliner Autors Martin Verges unrechtmäßig übernommen habe. Dieser hatte gegen die Aufführung des Erfolgs-Musicals „Hinterm Horizont“ geklagt, weil Teile von seinem Stück „Mädchen aus Ostberlin“ abgeschrieben seien. Die Bühnenfassung hatte der „Sonnenallee“–Autor Thomas Brussig geschrieben. Bereits in einem ersten Verfahren war Verges Klage abgewiesen worden. Jetzt ging es in die Revision - in der das Gericht Verges erneut eine Abfuhr erteilte.
Große Erfolgschancen hatte Verges mit seiner Klage von vorneherin nicht, wie der Vorsitzende Richter Rudolf Landwehrmeyer klarmachte: „Die bloße Übernahme einiger Ideen reicht nicht aus." Wie das Gericht mitteilte "handele sich insoweit nicht um eine eigene geistige Schöpfung des Klägers, da die wesentlichen Elemente des Musicals, nämlich die Liebesbeziehung eines zukünftigen Rockstars zu einer Kommunistin, das legendäre Konzert 1983 in dem Palast der Republik und der Mauerfall, in der Biographie des Musikers vorhanden oder zumindest  angelegt beziehungsweise in der historischen Geschichte begründet seien."

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