Berlin : Prozess gegen Mörder des kleinen Christian beginnt

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Sechs Monate nach dem Mord an dem kleinen Christian S. aus Zehlendorf beginnt am heutigen Freitag vor dem Berliner Landgericht der Prozess gegen den 16-jährigen Ken M. (Name geändert). Dem Jugendlichen wird vorgeworfen, den siebenjährigen Nachbarsjungen am 27. August vergangenen Jahres in ein Versteck gelockt und dort mit der Faust ins Gesicht geschlagen zu haben. Danach soll er den Jungen durch Schläge mit einem Ast und mit massiven Tritten gegen Kopf und Hals getötet haben. Als Tatmotiv nennt die Staatsanwaltschaft „angestauten Frust“ und „sexuelle Befriedigung“.

Der Vater des Kindes hatte die Leiche auf einer verwilderten Grünfläche in Zehlendorf gefunden. Nach anfänglichem Leugnen hatte der Angeklagte das Verbrechen bei der Polizei gestanden. Bei einer Verurteilung wegen Mordes nach Jugendstrafrecht muss Ken M. mit bis zu zehn Jahren Haft rechnen. Der Prozess findet wegen des jugendlichen Alters des Angeklagten unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Auch der Anwalt von Christians Eltern darf nicht an dem gesamten Verfahren teilnehmen. Wie berichtet wurde der Antrag des Rechtsanwalts Roland Weber, während der Dauer des Prozesses anwesend zu sein, unter Hinweis auf das Jugendgerichtsgesetz abgelehnt.

Ken M. war seit der zweiten Klasse immer wieder mit Gewalttaten aufgefallen. Im Juni soll er mit einem Kumpel einen Bundeswehrsoldaten lebensgefährlich verletzt haben. ddp/Tsp

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