Prozess gegen mutmaßlichen Kindermörder : Gutachter: Elias wurde missbraucht

Im Prozess gegen den mutmaßlichen Kindermörder Silvio S. sagten am neunten Verhandlungstag zwei Gerichtsmediziner aus.

Verdeckt. Silvio S. muss sich vor dem Potsdamer Landgericht wegen der Tötung zwei Jungen verantworten.
Verdeckt. Silvio S. muss sich vor dem Potsdamer Landgericht wegen der Tötung zwei Jungen verantworten.Foto: Bernd Settnik/dpa

Potsdam - Der mutmaßlich von Silvio S. entführte und getötete sechsjährige Elias ist erstickt. Das erklärte der Chef der Instituts für Rechtsmedizin der Charité in Berlin, Michael Tsokos, im Mordprozess vor dem Landgericht Potsdam. Zudem stellte Tsokos bei der Obduktion des Leichnams von Elias fest, dass die Spuren auf schweren sexuellen Missbrauch hindeuten und dass der Junge äußerst qualvoll starb. Die Tatsache, dass der Junge missbraucht wurde, war bis zu dieser Aussage im Prozess noch nicht eindeutig geklärt.

Belastend für Silvio S. sind auch die Erkenntnisse der Obduktion von Mohamed, den der Angeklagte Anfang Oktober vom Berliner Lageso entführt und sexuell missbraucht haben soll. Auch Mohamed starb qualvoll, der Junge wurde stranguliert. Bislang schweigt S. vor Gericht zu den Taten. Er hatte nach seiner Festnahme nur die Vergehen an Mohamed gegenüber Polizisten ausführlich geschildert und zugegeben, Elias getötet zu haben. axf, HK

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Prozess um Morde an Elias und Mohammed in Potsdam
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