Berlin : Prozess gegen Rotlicht-König: Prostitution und Körperverletzung

Der Chef von drei Bars im Rotlichtmilieu am Stuttgarter Platz muss sich seit Dienstag wegen Förderung der Prostitution und Körperverletzung verantworten. In dem Großverfahren gegen insgesamt zehn Personen sind ferner die Ehefrau des Barbesitzers, der mutmaßliche Lieferant von eingeschleusten Osteuropäerinnen sowie Bardamen und Türsteher der Bordelle "Stutti Frutti", "Mon Cherie" und "Chocolate" angeklagt. Boulevard Berlin:
Was die Stadt bewegt... Der als "König vom Stuttgarter Platz" bezeichnete Geschäftsmann hat die Vorwürfe im Wesentlichen zurückgewiesen. Es habe in seinen Betrieben nicht die in der Anklage aufgeführtenStrafen für Fehlzeiten gegeben. Die Frauen hätten kommen und gehen können, wann sie wollten. Ihren Lohn für Beischlaf konnten sie behalten, behauptete der Chef. Sein vorrangiges Interesse sei der Verkauf von Getränken gewesen. Insbesondere habe er keine Frauen misshandelt, betonte der Angeklagte. Im Januar 2000 soll er eine Ukrainerin geschlagen haben, die an ihrem 20sten Geburtstag angetrunken ins "Chocolate" gekommen sei. Er habe die Frau, die wie tot am Boden gelegen habe, lediglich rausschaffen wollen, sagte der Mann. Der Prozess wird am Donnerstag fortgesetzt.

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