Prozess : Haftstrafe für Hehlerei mit gestohlenen Navigationsgeräten

Wegen gewerbsmäßiger Hehlerei hat das Landgericht Berlin einen 31-jährigen Mann zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Der Angeklagte wurde schuldig gesprochen, sich aus Diebstählen stammende Navigationsgeräte verschafft zu haben, um sie weiter zu verkaufen.

Berlin - Im Prozess ging es um neun derartige elektronische Wegweiser im Wert von insgesamt 16.000 Euro, die zwischen Oktober 2003 und Juni 2005 in Berlin, Wolfsburg und Erfurt aus Fahrzeugen gestohlen worden waren.

Das Gericht glaubte dem Angeklagten, dass er die Geräte nicht selbst gestohlen, sondern nur angekauft hatte. Er habe daran verdient und seinen Lebensunterhalt gesichert, hieß es im Urteil. Er sehe ein, dass es "nicht der richtige Weg zum Geld verdienen" gewesen sei, sagte der Angeklagte und versprach dem Gericht, "nie wieder mit kriminellen Sachen" zu tun zu haben. Künftig wolle er "einfach nur ein guter Ehemann und Vater" sein.

Der wegen Hehlerei vorbestrafte Mann gab in seinem umfassendes Geständnis zu, sich die Navigationsgeräte in Kenntnis der Herkunft verschafft und sie auch teilweise weiterverkauft zu haben. So hatte er eines dieser teuren Geräte über ein Internetauktionshaus für nur 677 Euro verkauft, obwohl der tatsächliche Preis bei 1600 Euro lag. (tso/ddp)

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