Prozess : Steuern in Millionenhöhe hinterzogen

9,6 Millionen Euro hinterzog er während seiner Tätigkeit als Zollsachbearbeiter in einer Firma. Die Idee habe der 32-Jährige aber von einem bereits verstorbenen Kollegen gehabt, gab er vor Gericht an.

Ein Mitarbeiter eines Unternehmens für Unterhaltungselektronik hat vor dem Landgericht zugegeben, Steuern in Höhe von insgesamt 9,6 Millionen Euro hinterzogen zu haben. Der 32-jährige Lars M., der als Zollsachbearbeiter bei der in Reinickendorf ansässigen Firma tätig war, erklärte, er habe sich „aus persönlicher Dummheit“ verleiten lassen.

Der gelernte Industriekaufmann hatte in 1081 Fällen Bauteile für Camcorder und weitere Geräte bei der Ein- und Ausfuhr falsch angemeldet und dadurch jahrelang Zoll und Umsatzsteuern hinterzogen. „Meine Idee war das aber nicht“, versicherte er. Die entsprechenden Vorgaben habe er von einem inzwischen verstorbenen Vorgesetzten erhalten. Hintergründe seien ihm nicht bekannt. Der Prozess wird am 15. Dezember fortgesetzt. (K.G.)

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben