Prozess : Todesfahrt im Rausch - zwei Jahre Haft

Knapp 16 Monate nach dem tragischen Verkehrsunfall mit einem Toten und zwei Schwerverletzen ist der 32-jährige Fahrer des Unfallwagens zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden.

Berlin - Neben der Haftstrafe muss der Unfallfahrer seinen Führerschein für drei Jahre abgeben. Das Amtsgericht Tiergarten sprach den Angeklagte der fahrlässigen Tötung und zweifachen fahrlässiger Körperverletzung schuldig.

Das Gericht sprach von einer "maßlosen Überschätzung" des Angeklagten, der meinte, unter Alkohol noch fahren zu können. Der Angeklagte hatte rund 1,2 Promille, als er seine drei Freunde von einer Betriebsfeier gegen vier Uhr Morgens nach Hause fuhr. Auf der Reinickendorfer Straße hatte er bei über 80 Stundenkilometern auf der nassen Fahrbahn die Kontrolle über sein Auto verloren. Der Opel war zuerst gegen ein Gitter und dann gegen einen Ampelmast geprallt. Dadurch wurden zwei Freunde aus dem Wagen geschleudert, ein weiterer Mitfahrer im Auto eingequetscht. Der Beifahrer starb noch am Unfallort. Er war nicht angeschnallt gewesen.

Ein 32-jähriger Mitfahrer ist in Folge zahlreicher Knochenbrüche auf nicht absehbare Zeit arbeitsunfähig. Er wird bis heute zur Schmerzlinderung mit Morphium behandelt. Im Prozess hatte der bisher unbestrafte Angeklagte sein Verhalten bedauert und sich bei den Opfern und deren Familien entschuldigt. Eigenen Angaben nach hatte er das Tempo beschleunigt, weil er sich von einem Fahrzeug verfolgt und von dessen Licht geblendet gefühlt habe. (tso/ddp)

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