Prozess : Tödlicher Streit um Zigarette - Jugendliche vor Gericht

Zwei 18-Jährige müssen sich wegen Totschlags an einem 48-jährigen Mann vor dem Berliner Landgericht verantworten. Nach einem verbalen Streit um eine Zigarette soll ein Angeklagter den Mann im Oktober vergangenen Jahres in Kreuzberg niedergestochen haben.

Berlin - Laut Anklage hatte der Mitangeklagte zuvor auch nach dem Messer gegriffen, um selbst zuzustechen. Er soll letztlich durch seine "gewaltbereite Anwesenheit" die Tat des Freundes abgesichert haben. Das Opfer war an den Folgen einer Stichwunde in den Hals gestorben.

Im Prozess berief sich der mutmaßliche Messerstecher auf Notwehr. Das spätere Opfer habe ihn zuvor mit einer zerschlagenen Bierflasche angegriffen, sagte der 18-Jährige. Aus "Angst" habe er das Messer "durch die Luft gezogen". Er habe ihn aber nicht "stechen" wollen, sagte er. Den Streit hatte seinen Angaben nach der Mitangeklagte angefangen. Der gleichaltrige Freund gab zu, wütend auf das Opfer gewesen zu sein, weil er von ihm keine Zigarette bekommen habe. "Der nahm sofort eine aggressive Haltung ein", sagte der 18-Jährige über das Opfer. Der Prozess wird am 3. Mai fortgesetzt. (tso/ddp)

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben