Berlin : Prozess um Gutscheine für Hotels

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„Schwindeleien“ mit Hotelgutscheinen wirft die Staatsanwaltschaft zwei 51jährigen Berlinern vor, gegen die gestern ein Prozess vor dem Amtsgericht Tiergarten begann. Zwischen 1996 und 2000 sollen die Männer 30 Teilnehmer einer Umfrage mit Gewinnmitteilungen in die Irre geführt haben. Die Gratis-Hotelübernachtungen auf Malta und in der Türkei seien an Flugbuchungen über die Firma der Beschuldigten gekoppelt gewesen, so die Anklage. Letztlich hätten die Preise über denen anderer Pauschalreiseanbieter gelegen. Auch bei Stornierungen seien hohe Gebühren angefallen.

Die Angeklagten sagten zunächst nicht aus. Ihre Anwälte erklärten nur, die Vorwürfe seien falsch. Am Rande der Verhandlung wies einer der Verteidiger darauf hin, dass ein vorheriger Betrugsprozess gegen die beiden Männer mit Freisprüchen geendet habe. Damals seien „zwei dicke Ordner mit Dankesschreiben“ von Reisenden vorgelegt worden. Im laufenden Verfahren geht es um mögliche Wettbewerbsrechtsverstöße. Die alte Reisefirma besteht nicht mehr, einer der Angeklagten ist aber noch Tourismusveranstalter. CD

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