Prozessauftakt : Psychisch gestörte Frau vor Gericht

Am Berliner Landgericht hat das Sicherungsverfahren gegen eine 34-jährige psychisch kranke Frau wegen Körperverletzung und Beleidigung begonnen. Sie soll eine andere Frau vor einen Bus gestoßen haben.

Berlin - Der 34-Jährigen werden mehrere Straftaten vorgeworfen. Unter anderem soll sie im Juli 2006 eine 63-Jährige an einer Haltestelle in Neukölln vor einen einfahrenden Bus gestoßen haben. Anlass für die Tat soll gewesen sein, dass sich die schwer behinderte Frau geweigert hatte, ihr einen Sitzplatz im Wartehäuschen zu überlassen. Der Bus hatte die Frau laut Staatsanwaltschaft gestreift. Bei dem folgenden Sturz brach sie sich drei Finger sowie den Unterarm und zog sich eine Kopfplatzwunde zu.

Auf das Konto der verwirrten Frau sollen noch zwei weitere Straftaten gehen. Sie wird beschuldigt, Ende Juni eine Gruppe von Fußballfans mit leeren Glasflaschen beworfen, nach Passanten getreten und wenige Tage später eine Kundin im Supermarkt wüst beleidigt und mit Cola übergossen zu haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die 34-Jährige auf Grund ihrer psychischen Erkrankung jeweils schuldunfähig war und strebt daher ihre dauerhafte Unterbringung in einer Psychiatrie an.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hatte die 34-Jährige bekundet, dass ihr leid tue, was sie getan habe. Der Prozess wird am Freitag fortgesetzt. (tso/ddp)

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