Prozessauftakt : Schüsse auf rivalisierende Rocker

Ein Rocker der Gruppe "Bandidos" steht wegen versuchten Totschlags vor Gericht. Der 29-Jährige soll aus nächster Nähe auf drei Mitglieder einer rivalisierenden Bande geschossen haben.

Berlin - Wegen dreifachen versuchten Totschlags muss sich der Mann nun vor dem Berliner Landgericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, im Juni in Moabit aus vier Metern Entfernung mit einer scharfen Waffe auf drei Mitglieder der "Red Devils" geschossen zu haben, ohne jedoch zu treffen.

Der 29-Jährige konnte zunächst mit seinem Auto flüchten, wurde jedoch kurze Zeit später in der Nähe des Tatortes festgenommen. Augenzeugen hatten sich das Kennzeichen gemerkt. Hintergrund der Tat soll ein Machtkampf um die Vorherrschaft der bundesweit agierenden Rockerbanden sein. Die "Red Devils" sind eine Untergruppe der "Hells Angels".

Der Angeklagte wollte sich vor Gericht zunächst nicht äußern. Nach Angaben des Staatsanwaltes wurden auf der sichergestellten Tatwaffe die Fingerabdrücke des Angeklagten gefunden. Er muss sich auch wegen unerlaubten Waffenbesitzes verantworten. Der Prozess wird am Mittwoch fortgesetzt. (tso/ddp)

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