Berlin : Prozessbeginn: Anklage: Raubmord wegen eines Autos

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Wegen Raubmordes an einem aus Lichtenberg stammenden Mann muss sich seit Mittwoch der 27-jährige Karsten L. vor dem Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt den mehrfach vorbestraften Mann, am 25. April dieses Jahres sein Opfer umgebracht zu haben, um an dessen Auto zu kommen. Der Angeklagte verbüßte damals eine Haftstrafe, durfte aber als Freigänger tagsüber die Anstalt verlassen. Offenbar wollte er den Freigang zur Flucht nutzen und war deshalb auf der Suche nach einem Auto.

Als der andere das Fahrzeug nicht hergeben wollte, soll Karsten L. zunächst auf den 56-Jährigen eingeschlagen und getreten haben. Als das Opfer immer noch nicht bereit war, die Autoschlüssel herauszugeben, soll L. mit einer Schere auf ihn eingestochen haben, bis diese abbrach. Anschließend soll er den Mann mit einer Jogginghose erdrosselt haben. Neben dem Fahrzeug und verschiedenen Gebrauchsgegenständen erbeutete der Täter auch rund 2000 Mark sowie Bankkarten, mit denen er in den darauffolgenden Tagen rund 10.000 Mark abhob.

Beim Prozessbeginn gab der Angeklagte das Verbrechen im Wesentlichen zu, behauptete jedoch, das homosexuelle Opfer getötet zu haben, weil er von diesem seit seinem 7. Lebensjahr sexuell missbraucht worden sei. Der Prozess wird am Dienstag fortgesetzt.

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