Prozessbeginn : Trinkkumpan nach Streit um Flaschenpfand getötet

Nach dem tödlichen Ausgang eines Streits um Pfandflaschen muss sich seit Mittwoch ein 50-jähriger Mann wegen Totschlags vor dem Berliner Landgericht verantworten.

Berlin - Der arbeitslose Tischler soll im Juni vergangenen Jahres einen 34-jährigen Trinkkumpan im Verlaufe der Auseinandersetzung auf einer Parkbank in der Marzahner Promenade durch einen Stich in den Hals getötet haben.

Seinen Angaben nach wurde er von dem 34-Jährigen zuvor bedroht und dreimal geschubst. "Ich hatte Angst um mein Leben. Ich dachte, der bringt mich um", sagte der Angeklagte im Prozess. Das Opfer sei als "Schläger" bekannt gewesen. Deshalb habe er sein Messer gezogen. Auf Nachfrage des Gerichts, ob er sich auch erinnern könne, zugestochen zu haben, gab der 50-Jährige an, einen "Filmriss" zu haben.

Das Opfer habe sich immer für etwas Besseres gehalten. "Er hatte Geld. Wir waren ja nur Hartz-IV-Empfänger", sagte der 50-Jährige. Beim Streit sei es um das Pfand für Bierflaschen gegangen, die er zuvor mit seiner Freundin vom Geld des späteren Opfers gekauft habe. Der Prozess wird am kommenden Mittwoch fortgesetzt. (tso/ddp)

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