Berlin : Putin in Berlin: 2000 Beamte schützen Putin

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Die Staatsbesuche von Hosni Mubarak, Wladimir Putin und Silvio Berlusconi verlangen der Polizei logistische Höchstleistungen ab. Immerhin gehören der ägypische Staatspräsident und sein russischer Amtskollege zu den Staatsoberhäuptern mit der höchsten Gefährdungsstufe. Die für sie getroffenen Sicherheitsvorkehrungen werden angesichts der Ereignisse in den USA höchstens von denen für den US-Präsidenten übertroffen.

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Foto-Tour: Putins Staatsbesuch in Bildern Alle drei Besucher gaben und geben sich die Klinke in die Hand. Mubarak blieb noch nicht einmal einen ganzen Tag: Er traf am Montagabend ein und reiste gestern Vormittag bereits wieder ab. 50 Minuten zuvor, um 11 Uhr, traf Putin auf dem Flughafen Tegel ein. Aus Sicherheitsgründen wurden diese beiden Politiker zu der Mehrzahl ihrer Termine mit Hubschraubern transportiert, die der Bundesgrenzschutz als Amtshilfe zur Verfügung stellte. Nur kurze Strecken legten sie mit dem Auto zurück.

Rund um diese Wege kam es gestern beim Besuch von Wladimir Putin zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Vor allem im Bereich zwischen Ernst-Reuter-Platz und Rotem Rathaus, der Moltkebrücke und dem Schöneberger Ufer müsse auch heute noch mit Straßensperrungen gerechnet werden, sagte ein Polizeibeamter. Man versuche, die Behinderungen so gering wie möglich zu halten, aber die Kolonne Putins bestehe aus rund 50 Fahrzeugen, einschließlich der Motorräder der Polizei-Eskorte.

Zu den Sicherheitsmaßnahmen der Staatsgäste gehört natürlich auch, alle möglichen Bereiche, von denen aus Anschläge verübt werden könnten, zu überwachen. So werden die Kanalschächte in der Umgebung des Hotels und entlang der Fahrstrecken untersucht und versiegelt, die Zufahrten zum Hotel Steigenberger, wo Putin wohnt, werden bei Abfahrt und Ankunft des Gastes gesperrt. Und auch die Wasserwege, soweit sie parallel einer Strecke verlaufen, die der Staatsgast fährt, werden von Tauchern auf verdächtige Gegenstände untersucht.

Wenn Wladimir Putin heute um 11.35 Uhr die Stadt verlässt und nach Düsseldorf fliegt, wird die Hektik etwas nachlassen. Zwar ist dann der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi bereits 45 Minuten in Berlin, aber er gilt längst als nicht so stark gefährdet wie die beiden anderen Staatsgäste.

Fast 2000 Polizisten waren allein zum Schutz Putins und dessen Frau Ludmilla eingesetzt. 1000 Polizisten schützten am Montag und gestern Hosni Mubarak.

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