Berlin : „Qualität setzt sich durch“

Was der neue Besitzer und der Direktor sich vornehmen

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Herr Hölzl, Sie sind ein gestandener Hotelier, der in zahlreichen erstklassigen Häusern tätig war. Was hat Sie dazu bewegt, mit dem Artus Hotel Berlin einen Neustart zu wagen?

HÖLZL: Diese Entscheidung ist mir nicht schwer gefallen. Als ich mich vor gut einem Jahr beim neuen Besitzer, Kurt Leonhardt, bewarb, sagte mir seine Idee für das Artus Hotel Berlin auf Anhieb zu. Wir hatten von Beginn an dieselbe Wellenlänge.

Wie würden Sie diese Idee beschreiben, Herr Leonhardt?

LEONHARDT: Unser Ziel war es, ein Hotel zu eröffnen, in dem man sich rundum wohl fühlen kann. Die Zimmer zum Beispiel sind hell, geräumig, ruhig. Dabei aber bieten wir ein geradliniges Produkt, nichts Verschnörkeltes. Das reicht von der technischen Ausstattung der Zimmer über die klassisch aufgebaute Rezeption bis hin zum Buffet. Im Ergebnis bedeutet das, dass wir ein optimales PreisLeistungs-Verhältnis bieten. Unsere Kunden erhalten ein angenehmes Ambiente, den vollen Service, eine zentrale Lage und das alles zu einem fairen Preis.

Wer wohnt denn im Artus Hotel?

HÖLZL: Das Artus Hotel Berlin ist ein klassisches Stadthotel, das in der Woche in erster Linie von Geschäftsreisenden aufgesucht wird. Von Montag bis Freitag haben wir viele Handelsreisende, Tagungs- und Messegäste. Darüber hinaus besuchen uns in dieser Zeit gern auch Gruppen. Am Wochenende beherbergen wir in erster Linie Individualreisende, die es schätzen, zu einem attraktiven Preis in zentraler Lage übernachten zu können. Weil unsere Leistung transparent und auf jeden Gast individuell zugeschnitten ist, sprechen wir einen großen Kundenkreis an.

Das Artus Hotel Berlin ist in Privatbesitz. Kann man sich heute noch gegen Hotelketten behaupten?

HÖLZL: Gerade das ist unser großer Vorteil. Mit 122 Zimmern und Suiten sind wir im Vergleich ein kleines Hotel. Aber das heißt beispielsweise, dass wir Entscheidungen schnell fällen können, dass wir nicht erst mit einer Zentrale irgendwo sprechen müssen. Alle Abteilungen sitzen hier Tür an Tür. So haben wir kurze Wege. Darüber hinaus besteht zwischen dem Besitzer und seiner Mannschaft ein hervorragendes Verhältnis. So haben wir ein sehr engagiertes Team, in dem alle an einem Strang ziehen – und das ist ein riesiger Vorteil, übrigens auch für unsere Kunden.

Der Berliner Hotel-Markt ist hart umkämpft. Unablässig eröffnen neue Hotels. Ist da eine weitere Eröffnung nicht risikoreich?

LEONHARDT: Obwohl wir in den vergangenen Monaten wegen der Bauarbeiten noch mit angezogener Handbremse arbeiten mussten, konnten wir sogar unter diesen Bedingungen eine gute Vermietung erzielen. Ein Kundenstamm war bereits über das Ravenna-Haus vorhanden. So haben wir bereits zahlreiche Stammkunden gewonnen, ganz einfach, weil die Gäste hier vernünftig gewohnt haben. Jetzt ist die Bauzeit vorbei und wir sind erst recht felsenfest davon überzeugt, dass wir mit unserem Konzept auf dem hart umkämpften Berliner Markt Erfolg haben werden. Denn Qualität wird sich ganz zweifellos durchsetzen und vor allem schnell herumsprechen.

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