Homophobie in Polen : Hooligans und Nationalisten in Danzig greifen Homosexuellen-Marsch an

Polnische Ultranationalisten haben versucht, einen Protestzug von Schwulen und Lesben zu stören. Die Polizei nahm fünf Angreifer fest.

Polnische Nationalisten treffen mit der Polizei zusammen.
Polnische Nationalisten treffen mit der Polizei zusammen.Foto: Adam Warzawa/dpa

Bei einem Marsch von Schwulen und Lesben in Polen haben sich rechtsgerichtete Gegendemonstranten Rangeleien mit der Polizei geliefert. Eine Gruppe von Hooligans und Ultranationalisten habe Flaschen und Feuerwerkskörper auf Polizisten geworfen, die zum Schutz des Marsches in der nordpolnischen Stadt Danzig im Einsatz gewesen seien, sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Fünf Angreifer seien festgenommen worden.

Mit dem Marsch wollten die rund 700 Teilnehmer für die Gleichberechtigung von Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten in Polen demonstrieren. Etwa 200 Gegendemonstranten versammelten sich ebenfalls; sie trugen Spruchbänder mit Parolen wie "Nein zur Diktatur des Regenbogens", womit sie sich auf das Symbol der internationalen Schwulen- und Lesbenbewegung bezogen.

Die Gegendemonstranten hätten zunächst versucht, die Teilnehmer des Marsches zu attackieren, sagte ein Polizeisprecher in Danzig. Als ihnen dies wegen der Polizeipräsenz nicht gelang, "haben sie ihre Aggressionen an den Beamten rausgelassen", sagte der Sprecher weiter. (AFP)

Demonstranten für eine offene Gesellschaft: Protest im Zeichen des Regenbogens in Danzig.
Demonstranten für eine offene Gesellschaft: Protest im Zeichen des Regenbogens in Danzig.Foto: Adam Warzawa/dpa
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