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Initiative aus Lichtenberg : Berliner Senat lehnt Homoampeln ab

Zwei Männer Hand in Hand, so könnte die neue Ampel aussehen. Die Lichtenberger BVV hat gefordert, solche Lichtzeichen für mehr Toleranz einzuführen, doch der Senat sieht dafür "keine Notwendigkeit"

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In Wien haben sie sich für zwei Männer mit Herz entschieden.
In Wien haben sie sich für zwei Männer mit Herz entschieden.Foto: dpa

Die Forderung der Lichtenberger Bezirksverordneten, zum Christopher Street Day erste „Homoampeln“ mit gleichgeschlechtlichen Paaren aufzustellen, hat keine Chance. „Ampeln sind nicht geeignet, politische Statements abzugeben“, teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auf Anfrage des Tagesspiegels mit. Ampeln sollten allein der Verkehrssicherheit dienen, und damit gebe es "keine Notwendigkeit", neue Schablonen einzuführen.

Nach der intensiven Debatte um die Ehe für alle sahen viele Lichtenberger Politiker einen günstigen Zeitpunkt, jetzt die „Ampel mit gleichgeschlechtlichen Pärchen“ einzuführen. Damit wäre der Bezirk Vorreiter in Berlin, nachdem München und Wien das neue Ampeldesign bereits getestet haben. In Berlin wäre die Verkehrslenkungsbehörde zuständig, die chronisch überlastet ist.

Zur "Pride Week" sollten erste Homoampeln stehen

Die Lichtenberger BVV hatte auf Initiative von Linken und Grünen beschlossen, das Bezirksamt möge sich im Senat dafür einsetzen, dass bei Reparatur oder Erneuerung von Ampeln ein „bestimmter Anteil“ mit schwulen oder lesbischen Pärchen ausgestattet wird. "Darüber hinaus wird das Bezirksamt ersucht, dass im Rahmen der bevorstehenden Pride Week die Ampeln rund um das Rathaus mit einer Schablone mit homosexuellen Paaren ausgestattet werden." Ein nachrangiger Hinweis aus der Senatsverwaltung: Es gebe ja bisher auch keine heterosexuellen Paare auf den Ampeln. Warum sollte man nun homosexuelle Paare zeigen.

Lesen Sie mehr im Tagesspiegel: 450.000 Menschen feiern beim CSD - und danach wird die Fashion Week auf der Straße des 17. Juni aufgebaut. Autofahrer müssen ab Freitag die Biege machen. Und zwar drei Wochen lang.

Berlin testet die neue Countdown-Ampel
Huch, was ist denn das schon wieder? Am Fehrbelliner Platz in Berlin-Wilmersdorf leuchtet auf dem Mittelstreifen dieses Symbol. Nein, das ist keine Kunst, sondern ...Weitere Bilder anzeigen
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20.09.2013 12:19Huch, was ist denn das schon wieder? Am Fehrbelliner Platz in Berlin-Wilmersdorf leuchtet auf dem Mittelstreifen dieses Symbol....

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