Motto für den CSD Berlin : 200 Ideen für den Christopher Street Day

200 Ideen sind fürs Motto des kommenden Berliner CSD eingegangen. Am Donnerstagabend wird darüber öffentlich abgestimmt.

Lilith Grull
Regenbogen-Rave.
Regenbogen-Rave.Foto: dpa

Das Motto für den Berliner Christopher Street Day (CSD) 2017 ist … „Verliebt, Verlobt, Verheiratet“. Oder auch: „Ick bin Berlin – laut leise, schrill, denn ick wees watt ick will“. Oder „Untrump the world“ oder „Bunt statt braun“. Aber auf jeden Fall: „Fakt bleibt: Wir bleiben out, lout, proud!“ Die Entscheidung sollte am Donnerstagabend fallen. Die CSD-Veranstalter haben ab 19 Uhr zur Diskussion ins Schöneberger Café Ulrichs geladen, am Ende soll abgestimmt werden.

Mit knapp 200 Themenvorschlägen, so viele wurden eingereicht, haben die Organisatoren des CSD Berlin nicht gerechnet (hier kann man alle Vorschläge nachlesen). Wie immer konnten Vorschläge gemacht werden. In den vergangenen Jahren lag deren Zahl aber nur im zweistelligen Bereich. 2016 war der Leitgedanke „Danke für nix“. Es sollte darauf hingewiesen werden, dass in Sachen Gleichberechtigung noch viel zu tun ist.

Bevorstehende Wahlen haben Einfluss auf Themen

Schon seit den 60er Jahren gehen am Christopher Street Day weltweit Homosexuelle, Bisexuelle und Transgender für ihre Rechte auf die Straße. Mit bunten Fahnen und schillernden Kostümen wird durch die Städte gepilgert, gefeiert, sich ausgetauscht, diskutiert und ein Statement gesetzt. Auch nach mehr als fünf Jahrzehnten gibt es immer noch Themen, für die demonstriert werden kann. So werden am 22. Juli auch in Berlin wieder Paradewagen, Tänzer und Musiker die Straßen dominieren.

Besonders auffällig bei den diesjährigen Vorschlägen ist, dass viele davon ein sehr ernstes Anliegen verfolgen. „Ich denke, dass die Themen wegen der nahen Wahlen und dem Rechtsruck im Land automatisch politischer als sonst formuliert wurden“, sagt Tatjana Meyer, Vorstand des Berliner Christopher Street Days. Auch im vergangen Jahr hätten politische Themen eine Rolle gespielt, die Forderungen seien aber weniger konkret gewesen als dieses Mal.

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