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S-Bahnlinie 75 in Berlin-Mitte : Homofeindlicher Übergriff nach dem CSD: Polizei sucht Zeugen

Nach einem brutalen Übergriff in der S-Bahnlinie 75 sucht der Polizeiliche Staatsschutz nach Zeugen der Tat. Ein Homosexueller wurde schwer verletzt.

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Foto: dpa/Patrick Pleul

Der Polizeiliche Staatschutz hat am Donnerstag einen Aufruf gestartet, um Zeugen einer homophoben Gewalttat vom vergangenen Sonntag zu finden. Das 23-Jährige Opfer wurde bei dem Übergriff in der S-Bahnlinie 75 (Fahrtrichtung Wartenberg) zwischen den Stationen Friedrichstraße und Hackescher Markt schwer im Gesicht verletzt.

Der Homosexuelle war auf dem Heimweg vom Christopher Street Day, als er gegen 18 Uhr in der S-Bahn von zwei Männern "wegen seines Erscheinungsbildes" angegangen wurde, so die Polizei. Die Täter beleidigten den 23-Jährigen und schlugen ihm anschließend mehrfach ins Gesicht.

Während das Opfer mit gebrochener Nase und einer Beule am Auge am S-Bahnhof Alexanderplatz ausstieg, fuhr das Schlägerduo in Richtung Wartenberg weiter. Das Opfer musste im Krankenhaus behandelt werden und zeigte den Übergriff am nächsten Tag an.

Der Polizeiliche Staatsschutz sucht Zeugen, die das Hassverbrechen miterlebt haben. Angaben zum Tathergang und zu den Tätern werden dringend benötigt. Der Staatsschutz ist unter der Telefonnummer (030) 4664 - 953 128 oder per E-Mail an lka531@polizei.berlin.de zu erreichen.

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Bereit am letzten Sonntag war ein anderer homophober Übergriff aus Mitte gemeldet worden. Zwei junge Männer waren in der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen 3 Uhr morgens an einem Imbiss in der Luxemburger Straße von einem Männertrio angegriffen worden. Die Täter hatten sich zuvor erkundigt, ob die jungen Männer den Christopher Street Day besucht hatten.

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