Radfahren in Berlin : ADFC sucht Alternativen zum Tempelhofer Damm

Tempelhofer und Mariendorfer Damm sind auch für abgebrühte Radfahrer unangenehme Strecken. Der Fahrradclub ADFC sucht nun Ausweichrouten.

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Radwege gibt es auf einem großen Abschnitt des Tempelhofer Damms keine.
Radwege gibt es auf einem großen Abschnitt des Tempelhofer Damms keine.Foto: Daniel Karmann/dpa

Am kommenden Donnerstag, 19. Mai, will die ADFC-Stadtteilgruppe Tempelhof Alternativen zu der extrem stark durch Autos befahrenen Nord-Süd-Strecke abradeln. "Auf dem Fahrrad findet man auf dem Mariendorfer und Tempelhofer Damm (B96) keine Radverkehrseinrichtungen und hat auf der Fahrbahn deshalb ein großes Unsicherheitsgefühl", teilte der ADFC mit.

In den vergangenen Jahren gab es zwei Tote entlang der Strecke, die dadurch verursacht wurden. Vor zwei Jahren starb eine 91-Jährige Fußgängerin, die an der Bushaltestelle Höhe Ringbahnstraße den direkt daneben verlaufenden Radweg betrat. 2008 starb eine 14-Jährige, die mit ihrem Rad am Ende des Radweges in Höhe Götzstraße auf den Tempelhofer Damm fahren musste und dabei von einem Lastwagen erfasst wurde. Sandras Tod führte zwar zu einer parlamentarischen Anfrage im Abgeordnetenhaus, auf eine grundlegende Verbesserung der Situation warten Radfahrer weiterhin.

Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag um 16 Uhr im Jugendfreizeitheim "Bungalow" am Mariendorfer Damm 117. Nach einer 90-minütigen Diskussion sollen per Fahrrad mögliche Alternativrouten getestet werden. Der BUND und die Grünen Radler unterstützen den ADFC hierbei.

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