Berlin : Radler gegen Rechts

Proteste in Berlin und Potsdam gegen NPD-Kundgebung

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Gegen den Aufmarsch der rechtsextremen NPD in Potsdam haben am Sonnabend in Berlin nach Veranstalterangaben 500 Radfahrer und Skater protestiert. Die Gegendemonstranten kamen aus dem brandenburgischen Altlandsberg in die Stadt und fuhren am Vormittag durch Mitte und Charlottenburg, sagte ein Polizeisprecher. Später setzten die Demonstranten ihre Fahrt nach Potsdam fort, wo es ebenfalls einen Protestkundgebung gegen die NPD gab. Unter dem Motto „Potsdam bekennt Farbe“ kamen am Alten Markt gut 1000 Menschen zusammen, darunter auch Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD).  Zu Ausschreitungen kam es nach Angaben der Polizei nicht. Etwa 1000 Beamte waren im Einsatz, teilte das Potsdamer Präsidium am Abend mit. Es seien 300 gewaltbereite linke Störer festgestellt worden. Zahlreiche Platzverweise wurden erteilt und 15 Strafanzeigen aufgenommen.

   Die Demonstranten kritisierten die Genehmigung der NPD-Veranstaltung durch das Oberverwaltungsgericht Frankfurt (Oder). „Ich habe Respekt vor unseren Gerichten, aber manche Entscheidungen kann ich nicht verstehen“, sagte Platzeck. Das Gericht hatte das Verbot der NPD-Kundgebung durch den Potsdamer Polizeipräsidenten in letzter Instanz aufgehoben. dpa

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