Berlin : Rätselhafter Freitod eines Schwimmers

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Der Freitod des talentierten Schwimmers Stefan Haß vom Zehlendorfer TSV 88 stellt die Polizei vor ein Rätsel. Wie erst jetzt bekannt wurde, erhängte sich der 20-jährige Sportler bereits am 7. Januar auf dem Dachboden seines Zehlendorfer Elternhauses. Ungeklärt ist das Motiv, einen Abschiedsbrief hat der Zivildienstleistende offenbar nicht hinterlassen.

Die Situation, wie die Leiche des 20-Jährigen gefunden wurde, sei eindeutig. Es gebe keine Hinweise, die auf ein Verbrechen schließen ließen, sagte ein Kriminalbeamter. Aber das Motiv des Leistungssportlers liegt nach wie vor im Dunklen: "Wir und die Eltern rätseln noch", sagte der Ermittler. Haß sei ein unauffälliger und durchschnittlicher Mensch gewesen. Über Krankheiten sei bisher nichts bekannt. Derzeit wird die Leiche noch von Gerichtsmedizinern untersucht. Das Ergebnis der Obduktion wird im Lauf der Woche erwartet.

Noch am Tag seines Todes war Stefan Haß am Vormittag beim Training, in zwei Wochen wollte er beim Weltcup starten. Der Freistilspezialist, der bereits mit fünf Jahren zu schwimmen begonnen hatte, wurde 1998 Deutscher Jugendmeister und ein Jahr darauf in Moskau sogar zweifacher Junioren-Europameister.

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