Berlin : Räuber kamen mit Blaulicht und Kelle Nachts Mercedes-Fahrer gestoppt und bedroht

Krimireif war der Versuch von vier Männern, einen teuren Mercedes zu rauben. Sie hatten sich in der Nacht zu Mittwoch auf der Königstraße im Düppeler Forst auf die Lauer gelegt. Als gegen 22 Uhr ein „SLK“ an ihnen vorbeifuhr, setzten sie ein Blaulicht aufs Dach, nahmen die Verfolgung mit ihrem Golf auf. Sie stoppten den Mercedesfahrer mit einer Polizeikelle, zwei der vier Männer traten wie Polizisten an den gestoppten Wagen heran. Der 43-Jährige kurbelte das Fenster runter und hörte die Aufforderung: „Aussteigen.“ Das tat der Mann nicht, sondern verlangte den Dienstausweis. Die Antwort war ein Schuss aus einer Schreckschusspistole ohne Vorwarnung direkt ins Gesicht. Die „Polizisten“ zerrten den Blutenden aus dem Auto, doch hatten sie nicht mit dessen Kaltblütigkeit gerechnet. Denn der 43-Jährige verriegelte sein Auto mit der Fernbedienung; entnervt sprangen die Täter da in ihren Golf und fuhren Richtung Glienicker Brücke davon. Leicht verletzt blieb das Opfer zurück, Zeugen gab es an dem einsam gelegenen Tatort nicht. Der Golf, so erste Ermittlungen, war in der Nacht zuvor gestohlen worden.

Das sogenannte Car-Napping ist ein relativ neues Phänomen. Seit einigen Jahren versuchen Kriminelle zunehmend, auf diesem Weg zum gewünschten Auto zu kommen. Denn Diebstahl ist inzwischen schwierig, weil gerade bei hochwertigen Fahrzeugen Alarmanlagen und Wegfahrsperren immer besser geworden sind. Häufig melden sich Kriminelle auch auf Fahrzeugangebote in Zeitungen, um bei der Probefahrt davonzubrausen. Zuletzt hatte ein Unbekannter im September auf diese Weise einen teuren Audi RS4 gestohlen. Während der Verkäufer gerade das Gartentor abschloss, sprang der angebliche Käufer ins Auto und fuhr davon. Andere Täter haben sich auf Villeneinbrüche spezialisiert, um Autoschlüssel und -papiere zu stehlen. Ha

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