Randale mit der Polizei : BFC-Fan zu Geldstrafe verurteilt

Ein Fan des BFC Dynamo muss wegen Randale nach einem Fußballspiel eine Geldstrafe von 2100 Euro zahlen.

Kerstin Gehrke
Personifikation der Gerechtigkeit: Justitia
Personifikation der Gerechtigkeit: JustitiaFoto: picture alliance / dpa

Erst wollten Union-Fans den Block der Gäste stürmen, nach Abpfiff gingen BFC-Fans auf Polizisten los: Tumulte überschatteten die Regionalliga-Partie zwischen dem 1. FC Union II und dem BFC Dynamo vor einem Jahr. Das brisanteste Spiel, das der Berliner Fußball zu bieten hat, endete mit mehr als 100 verletzten Polizisten, 175 vorläufig festgenommenen Randalierern und 311 Anzeigen. Eine davon betraf einen 34-jährigen Zimmermann. Vor dem Amtsgericht setzte er nicht auf Taktiererei.

 „Ich habe Pfefferspray abbekommen, mich wehren wollen, dabei in Richtung von Polizisten geschlagen“, begann Daniel Z. offensiv. „Ich bin aber kein Hooligan.“ Er habe sich nach der Partie im Pulk von BFC-Fans befunden - 2500 seien als Gäste-Fans im Stadion in der Alten Försterei in Köpenick gewesen. „Unsere Stimmung war gut.“ Der BFC hatten einen 1:0-Sieg beim Erzrivalen erreicht – in einem Spiel, das wegen Randale für 18 Minuten unterbrochen werden musste.

Videoaufnahmen überführten ihn

„Gewalt ist nicht mein Ding“, sagte der Angeklagte. Er habe weit vorn gestanden, als der Pulk der BFC-Fans vor einer Polizeiabsperrung stoppte. Mehrere Hundert Beamte waren vor Ort, um ein Zusammentreffen der extrem verfeindeten Fangruppen zu verhindern. Die BFC-Anhänger sollten sich beim Verlassen des Stadions etwas gedulden. Doch es flogen Bierbecher, Mülleimer, ein Grillstand. Polizisten wurden mit Schlägen und Tritten traktiert. Z. sagte: „Ich bekam Pfefferspray ab, hatte aber nichts gemacht.“ Da habe er sich „zu der blöden Sache hinreißen lassen“.

Videoaufnahmen überführten ihn. Tatsächlich ist er noch nie als Gewalttäter aufgefallen. Die Richterin folgte dem Antrag der Anklage: Wegen Widerstands und versuchter Körperverletzung muss Z. eine Geldstrafe von 2100 Euro (70 Tagessätze zu je 30 Euro) zahlen.

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