Berlin : Randmenschen

Markus Hesselmann

Dieses Buch beschreibt einen unsagbaren Verlust: den Verlust einer Kultur, ihrer Sprachen, einer ganzen Menschengeneration. Wer heute nach Australien reist – und das sind um die 140 000 Deutsche pro Jahr – der kommt jenseits touristischer Events kaum mit Aborigines in Berührung. Die Ureinwohner leben am Rand der Gesellschaft, viele sind alkoholkrank, viele obdachlos.

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Der Berliner Sprachwissenschaftler Gerhard Leitner erzählt die Kultur- und Sprachgeschichte dieses verlorenen Volks – kurz und knapp, aber inhaltsreich, wie es den Büchern der Reihe „Wissen“ bei C. H. Beck eigen ist. Leitner veranschaulicht den kulturellen Reichtum einer uralten Zivilisation und deren Untergang aufgrund einer „Kette von Unrecht“, die von den Briten mit der Kolonisation 1788 begonnen und von der australischen Regierung nach der Staatsgründung 1901 fortgesetzt wurde. Das Wort sorry blieb bislang aus.

Gerhard Leitner: Die Aborigines Australiens. C. H. Beck, München. 126 Seiten, 7,90 €.

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