Berlin : Rasante Zeitreise

Stephan Wiehler

legt mit der BVG in 30 Sekunden 847 Jahre zurück Berlins Tempo hat angezogen, die Stadt ist schneller geworden, und wir alle haben dadurch mehr Zeit gewonnen. Das verdanken wir der BVG, die mit ihrem neuen Metrolinienkonzept eine Revolution der Beschleunigung eingeleitet hat, wie die grüne Abgeordnete Claudia Hämmerling vom Senat erfahren hat. Demnach hat sich die Reisegeschwindigkeit im öffentlichen Nahverkehr nach der Fahrplanreform erhöht, der daraus resultierende Zeitgewinn beträgt amtliche „30 Sekunden im Mittel über alle Fahrgäste“.

Das mag nach wenig klingen. Doch bei jährlich 890 Millionen Fahrgästen kommt da schon ein Weilchen zusammen: 26,7 Milliarden Sekunden Zeitersparnis insgesamt. Das sind umgerechnet fast 847 Jahre, in etwa die Zeit, die es dauert, um die Schulden der BVG abzustottern. So lange haben die Berliner vor der Fahrplanumstellung jedes Jahr länger in Bussen und Bahnen herumgesessen, Zeit, die sie jetzt sinnvoller nutzen können.

Die Zeitgewinn-Bilanz könnte sogar noch besser aussehen, wenn diejenigen BVG-Kunden, die nach der Reform in den Außenbezirken länger auf Anschluss an Haltestellen warten müssen, endlich einsehen, dass es zu Fuß viel schneller geht. Den übrigen Fahrgästen kämen dann sicher noch einige Jahrzehnte mehr zugute.

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