Raserei : Temposünder müssen hart bestraft werden

Ariane Bemmer ärgert sich über läppische Temposünderstrafen.

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Geldautomat. Die fest installierten Blitzer spülen Millionen in die Kassen Berlins.
Geldautomat. Die fest installierten Blitzer spülen Millionen in die Kassen Berlins.Foto: Thilo Rückeis

Da fährt also einer mit Tempo 118 in der Tempo-30-Zone und dann? Dann bekommt er eine läppische Strafe: vier Punkte, drei Monate Führerscheinentzug und ein Bußgeld im aufbringbaren Bereich. Die Botschaft dieser läppischen Strafe: dass auch das Vergehen läppisch war. Doch genau das war es nicht. Durch eine Tempo-30-Zone – und dann auch noch vor einer Kita, aus der vielleicht ein kleines Kind gerannt kommt – mit Tempo 118 zu fahren, ist rücksichtslos, grob fahrlässig, lebensgefährlich. Was muss man denn noch tun, um nachzuweisen, dass man nicht im Mindesten die nötige Reife für eine Fahrerlaubnis besitzt? Mit Tempo 300 direkt durch die Kita fahren?

Die Strafen für radikale Raser müssen der Radikalität ihres Tuns angepasst werden. Sie müssen erschrecken und abschrecken. Sie müssen so sein, dass niemand sie mehr in Kauf nehmen will. Das wirkungsvollste und sogar vollkommen kostenlose Rezept heißt: Führerscheinentzug. Nicht für drei Monate. Für immer. Wetten, dass die Risikobereitschaft der Temposünder da endet?

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