Berlin : Rathaus Pankow: Giebel drohte einzustürzen Ganztägige Straßensperrung

verursachte Verkehrschaos

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Wegen Einsturzgefahr wurde Freitagmorgen ein Teil des denkmalgeschützten Rathauses Pankow geräumt. Da die losen Bauteile auf die Straße zu stürzen drohten, wurde die Breite Straße bis in den Abend hinein gesperrt. In Pankow brach der Verkehr total zusammen, „das ist schließlich die wichtigste Pankower Kreuzung“, sagte eine Polizistin.

Ein Anrufer hatte früh um 9 Uhr bei Feuerwehr und Bezirksamt angerufen und Risse im Giebel gemeldet. Da die Feuerwehr tatsächlich mangelhafte Standsicherheit feststellte, sperrte die Polizei den Verkehr vor dem Rathaus; auch die Straßenbahnen Richtung Niederschönhausen und Rosenthal wurden bis in den Abend hinein eingestellt, da die Oberleitung an der Fassade befestigt ist.

Am Nachmittag begannen Fachleute, den Giebel mit Hilfe eines Kranes abzutragen. Der Giebel aus Sandsteinblöcken war offensichtlich im Krieg beschädigt worden, später waren fehlende Blöcke nur provisorisch mit falschen Ziegeln ausgemauert worden, sagte Bezirksamtsdirektor Bernd Czok. Die Risse hoch oben am Schmuckgiebel erkannten die Schaulustigen jedoch nur mit einem Fernglas. „Ganz so wackelig scheint das nicht zu sein, immerhin hat der Giebel dem Orkan standgehalten“, sagte ein Passant. Grundlegend saniert wurde das Rathaus, das im kommenden April 100 Jahre alt wird, nach dem Krieg nicht.

In der Fassade lassen sich eine Reihe von Einschusslöchern erkennen. Wie hoch der Schaden ist, konnte das Bezirksamt nicht sagen. Gegen 15 Uhr wurde die Breite Straße stadtauswärts wieder freigegeben, um 18.20 Uhr wurden dann alle Absperrungen aufgehoben. Ha

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