Berlin : Ratte aus Sand gewinnt Skulpturenfest

Eine riesige Ratte hockt auf einem Haufen Käse – auch so kann das Schlaraffenland aussehen. „Das Loch im Paradies“ heißt die Arbeit des Italieners Gianni Schiumarini, die am Freitag beim Sandskulpturenfestival am Hauptbahnhof mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde. „Welcome to Paradise“, lautete das vorgegebene Motto, das die 27 Künstler aus aller Welt in den Sand bauen sollten.

Die fünfköpfige Jury – unter anderem besetzt mit dem Schauspieler Jochen Senf (Tatort-Kommissar Max Palü) lobten an Schiumarinis Arbeit sowohl die „humorvolle Idee“ als auch die Detailverliebtheit, die der Architekt aus Ferrara in der technischen Umsetzung gezeigt habe. Den zweiten Gewinner des Festivals bestimmten die teilnehmenden Künstler selbst. Der Berliner Bildhauer Ulrich Baentsch überzeugte seine Kollegen mit einem Boot, in dem sich verzweifelte Flüchtlinge auf dem Weg ins vermeintliche Paradies drängeln. Die vergänglichen Skulpturen sind noch bis zum 29. Juli am Hauptbahnhof zu sehen. Tsp

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