Berlin : Raubmord: Angeklagter soll Trinkkumpan erpresst und in dessen Wohnung getötet haben

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Die Staatsanwaltschaft legt dem 29-Jährigen zur Last, am 26. August vergangenen Jahres seinen 28-jährigen Trinkkumpanen Frank B. in dessen Wohnung in Weißensee ermordet zu haben. Thomas H., der zeitweilig in der Wohnung des Getöteten wohnte, soll den psychisch kranken Mann gefesselt, geknebelt und ihn dann mit Schlägen zur Herausgabe seiner Sparkassen-Card-Geheimzahl gezwungen haben. Die Staatsanwaltschaft ist der Überzeugung, dass er weiter auf Frank B. eingeschlagen habe, selbst nachdem er diesem die Zahl abgepresst hatte. Der schwer Verletzte starb wenig später an den Verletzungen. In den darauffolgenden Tagen soll der Beschuldigte mit der geraubten Karte seines Opfers insgesamt 2000 Mark von Geldautomaten abgehoben haben, um das Geld für Bordellbesuche und seinen Alkoholkonsum zu verwenden.

Thomas H. bestritt den ihm zur Last gelegten Raubmord. Frank B. habe ihm die Karte freiwillig gegeben. Es könne auch keine Rede davon sein, dass er die Geheimzahl aus ihm herausprügeln musste. Vielmehr habe er die Geheimnummer des Toten bereits seit Jahren gekannt.

Nachdem er mit B. exzessiv Alkohol konsumiert habe, sei Frank B. am Nachmittag des 26. August plötzlich aggressiv geworden und habe er ihn mit einem Bajonett bedroht, weil der Biervorrat allmählich zur Neige ging. Daraufhin sei es zwischen ihnen zu einem Handgemenge gekommen. Er habe Frank B. dann gefesselt und sei Bier holen gegangen. Den Knebel habe er dem später Verstorbenen nur in den Mund gesteckt, weil er verhindern wollte, dass B. die Nachbarn zusammenschrie. Als er vom Bierholen zurückkam, sei er schon tot gewesen.

Der Prozess ist zunächst auf vier Tage angesetzt und wird am kommenden Donnerstag fortgesetzt.

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