• Raubopfer irrtümlich für tot gehalten Frau gab Lebenszeichen von sich, als Mordkommission ermittelte

Berlin : Raubopfer irrtümlich für tot gehalten Frau gab Lebenszeichen von sich, als Mordkommission ermittelte

NAME

Mindestens seit Sonntag lag eine 57–Jährige mit lebensgefährlichen Verletzungen in ihrer Wohnung in der Wilmersdorfer Uhlandstraße 45. Am Donnerstagmittag hatten Nachbarn Verdacht geschöpft und die Polizei alarmiert, weil die Fenster trotz des starken Regens offen standen und das Licht brannte. Die Beamten brachen die Tür auf und fanden das Opfer mit eingeschlagenem Schädel im Bettkasten ihres aufgeklappten Bettes. Da in der Luft bereits der typische süßliche Verwesungsgeruch hing und der Körper leichenfleckenähnliche Verfärbungen aufwies, rief die Funkstreife die Mordkommission. Erst als die Kriminalisten eine gute halbe Stunde später mit der Untersuchung der anscheinend toten Frau begonnen hatten, gab das Opfer schwache Lebenszeichen von sich. Ein Notarzt konnte die Frau reanimieren. Sie schwebt mit massiven Schädelverletzungen weiter in Lebensgefahr. Angaben zur Tat konnte sie nicht machen. Möglicherweise hat sich die Frau aus Angst selbst in den Bettkasten verkrochen.

Nach Angaben der Ermittler ist der Sonnabend (3. August) wahrscheinlich der Tattag, eventuell kam der Unbekannte am Sonntag. Eine Spur gibt es bislang nicht. Die Wohnung machte einen durchsuchten Eindruck, da Behältnisse geöffnet waren. Die 57-Jährige hat dem Täter selbst die Tür geöffnet, es wurden keine Einbruchsspuren gefunden. Die Tatwaffe kennen die Ermittler nicht, entweder brachte der Täter sie mit oder fand sie in der Wohnung und nahm sie mit. Da noch keine Verwandten oder Bekannten ermittelt wurden, ist unbekannt, ob der Täter bei der Alleinstehenden etwas geraubt hat, sagte der Leiter der 8. Mordkommission, Bernhard Jaß, dem Tagesspiegel. Die Frau habe von staatlicher Unterstützung, jedoch in ordentlichen Verhältnissen gelebt. „Sie hat nicht geprotzt und war auch nicht völlig verarmt.“ Die 8. Mordkommission fragt nun, wer am Wochenende verdächtige Personen, möglicherweise mit blutiger Kleidung, an der Uhlandstraße 45 bemerkt hat. Hinweise unter Telefon 699 327 181. Jörn Hasselmann

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben