Berlin : Raubserie: Hohe Strafen für Extra-Räuber

Im Prozess um eine Raubserie auf Supermärkte und Tankstellen hat das Landgericht am Donnerstag drei junge Männer und ein 16-jähriges Mädchen zu Strafen von acht Monaten mit Bewährung bis zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Beim letzten Überfall Ende Januar war der 23-jährige Freund der Schülerin in einem Lichtenberger Supermarkt von einem Beamten eines Spezialeinsatzkommandos erschossen worden.

Die Clique - sie war als "Extra"-Bande berüchtigt - hatte rund 20 000 Mark erbeutet. Die Angeklagten im Alter von 15 bis 27 Jahren waren mit Sturmmasken getarnt und bewaffnet, wenn sie in wechselnder Beteiligung in die Geschäfte stürmten. Die Taten waren "dreist, professionell und angesichts der teilweise sehr jungen Angeklagten außergewöhnlich", argumentierte der Jugendrichter in der Urteilsverkündung. Mit dem Geld kauften sich die jungen Leute teure Kleidung und Luxusdinge.

Beim letzten Überfall auf einen Supermarkt war erstmals auch das Mädchen dabei. Die 16-Jährige hatte mit ihrem Mobiltelefon aus dem Supermarkt signalisiert, dass die Luft rein ist. Wenige Minuten später wurde ihr Freund erschossen. Gegen den Schützen, einen Polizisten eines Berliner Spezialeinsatzkommandos, wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

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