Raumfahrt : TU Berlin schickt Satellit ins All

Mini-Satelliten der TU Berlin und der Universität Würzburg sind am Mittwoch erfolgreich mit einer Rakete ins Weltall geschickt worden. Bei dem TU-Satelliten handelt es sich um ein Studentenprojekt.

Beesat
Der Kleinstsatellit Beesat wiegt lediglich ein Kilogramm. -Foto: TU Berlin

BerlinZwei deutsche Mini-Satelliten sind am Mittwoch erfolgreich ins All gestartet. "Die Dinge sind alle nach Plan verlaufen", sagte Prof. Klaus Schilling vom Institut für Informatik der Universität Würzburg, der zusammen mit seinen Studenten den würfelförmigen Experimentalsatelliten "UWE-2" entwickelt hatte. Dieser sei der dritte deutsche Mini-Satellit im Erdorbit. "UWE-2" soll in den nächsten drei Monaten Navigationsexperimente durchführen und Internetverbindungen unter Weltraumbedingungen testen.

Um 8.21 Uhr, fünf Minuten später als geplant, sei die Rakete vom indischen Weltraumbahnhof Sriharikota gestartet. Rund eine Stunde später habe der Satellit seine Umlaufbahn in 730 Kilometern Höhe erreicht. "Wir haben jetzt schon erste Funksignale erhalten", erklärte der Wissenschaftler. "UWE-2" wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt mit 100 000 Euro gefördert. Er bringt bei einer Größe von zehn Zentimetern Kantenlänge nur ein Kilogramm Gewicht auf die Waage.

Zusammen mit "UWE-2" war auch der sogenannte Pico-Satellit "BEESat" der TU Berlin an Bord der Rakete ins All gestartet - der damit vierte deutsche Mini-Satellit und ein Studentenprojekt vornehmlich zu Ausbildungszwecken. An Bord der Rakete waren noch fünf weitere Satelliten, darunter ein indischer sowie der erste Satellit überhaupt aus der Schweiz. Auch der "SwissCube", der Atmosphärenphänomene aus dem Orbit beobachten soll, hat vor allem pädagogische Ziele.

Eigentlich war der Start schon im August geplant. Weil bei dem Hauptsatelliten auf der Rakete aber noch weitere Arbeiten nötig geworden waren, hob die Rakete nun erst am Mittwoch ab. Pico- Satelliten werden für Ausbildungs- und Testzwecke genutzt, auch weil sie aufgrund ihrer geringen Größe und Masse kostengünstiger sind als große Satelliten. (svo/dpa)

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