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Razzia in Spandau und Schöneberg : Polizei entdeckt erneut riesiges Diebesgut-Lager

Neulich wurden 100 Kubikmeter Diebesgut entdeckt, jetzt griffen die Fahnder erneut zu - an der Kurfürstenstraße. Sie beschlagnahmten Rauschgift und Diebesbeute, die mehrere Lkw's füllt.

Foto: dpa/Patrick Pleul

Erneut hat die Berliner Polizei offenbar ein Diebesgut-Großlager entdeckt, diesmal an der Kurfürstenstraße. Nach monatelangen Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft haben Beamte am vergangenen Dienstag fünf Männer und eine Frau im Alter von 25 bis 52 Jahren bei einer Razzia vorläufig festgenommen. Sie durchsuchten zudem mehrere Wohnungen und zwei Lokale in Spandau, sowie einen Lagerraum an der Schöneberger Kurfürstenstraße.

In den Wohnungen stellten die Ermittler etwa 16 Gramm Kokain, mehr als 2,5 Kilogramm Marihuana, knapp 90 Gramm Amphetamin, mehrerer tausend Euro Bargeld, sieben scharfe Schusswaffen und über 160 Schuss Munition sicher. In der Schöneberger Halle fanden die Beamten ein regelrechtes Warenlager "in der Größenordnung mehrerer Lkw-Ladungen", wie es im Polizeibericht heißt. Zu dem mutmaßlichen Diebesgut aus Einbrüchen gehören Schuhe, Kleidung, Elektrogeräte Zigaretten und diverse Kunstgegenstände. Nun werde mit Hochdruck ermittelt, aus welchen Straftaten die inzwischen beschlagnahmten Gegenstände stammen könnten, heißt es weiter.

Die sichergestellten Rauschmittel wurden in den durchsuchten Spandauer Lokalen Am Juliusturm und Beerwinkel in der Nähe des Falkenhagener Feldes gefunden.

Erst vor zehn Tagen hatte die Polizei einen Mann (36) festgenommen, dem mindestens 80 Einbrüche zur Last gelegt wurden. Die Polizei sprach von 100 Kubikmeter Diebesgut. Alle gestohlenen Dinge wurden anschließend in einer Polizeihalle aufgereiht, um sie den Besitzer zurückgeben zu können. Die Ware kann bis zum Freitag, 31. März, begutachtet werden nach telefonischer Terminvereinbarung bei der Berliner Polizei.

Einzelne besonders aktive Diebe oder Diebesbanden gehen der Polizei immer wieder ins Netz. Vor knapp einem Jahr beispielsweise gelang es eine Einbrecherbande festzunehmen, der insgesamt 41 Straftaten vorgeworfen wurden. Der entstandene Sachschaden summierte sich auf rund 100.000 Euro. Zu der Bande gehörten Mitglieder einer arabischen Großfamilie sowie Männer aus dem Balkan. Sie sollen gemeinsam Einbruchserien in Großhandelsunternehmen, Elektromärkte und Möbelhäuser verübt haben.

Ein besonders hilfreicher Schutz gegen Einbrecher ist laut Polizei eine gute Nachbarschaft. Das erwies sich erneut am vergangenen Mittwochnachmittag in Mitte. Dort beobachtete eine aufmerksame Anwohnerin gegen 15 Uhr, wie ein Unbekannter eine Wohnung in ihrem Haus an der Fehrbelliner Straße verließ und kurz darauf wieder hineinging. Sie alarmierte sofort die Polizei, deren Beamte einen 33-jährigen Tatverdächtigen noch im Hausflur festnahmen. In seinen Taschen fanden sie mutmaßliches Einbruchswerkzeug sowie Briefe aus der bestohlenen Wohnung.

Das Diebesgut.
Das Diebesgut.Foto: promo
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