Rechte Parteien : NPD hält Notparteitag im Freien ab

Überraschend hat die Berliner NPD sich am Samstag trotzdem getroffen, nachdem ihr das Rathaus Tempelhof als Veranstaltungsort kurzfristig gekündigt worden war.

Die Berliner NPD hat nach Tagesspiegel-Informationen Samstag eine Art Notparteitag abgehalten. Da der ursprüngliche Veranstaltungsort, das Rathaus Tempelhof, vom Bezirksamt gekündigt worden war und die Rechtsextremisten auf die Schnelle keinen anderen Raum mieten konnten, trafen sich am Mittag 47 NPD-Mitglieder in der Bundeszentrale der Partei in Köpenick. Geplant war ein Parteitag mit 80 Delegierten und Gästen. In der kleinen Besetzung versammelten sich die Berliner Nationaldemokraten auf dem Hof der Bundeszentrale in der Seelenbinderstraße und tagten unter freiem Himmel. Ganz nach Plan verlief dagegen die Wahl eines neuen Landesvorsitzenden. Der bisherige Berliner NPD-Chef, Ex-Kroatienkämpfer Eckart Bräuniger, trat den Posten ab, zu seinem Nachfolger wurde wie erwartet der Liedermacher Jörg Hähnel gewählt.

Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg hatte, wie berichtet, den mit der NPD geschlossenen Vertrag über einen Saal im Rathaus Tempelhof in der vergangenen Woche gekündigt, weil die Partei im Widerspruch zur Vereinbarung eine nichtöffentliche Veranstaltung plante. (fan)

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